Obwohl auch ich so dachte, war ich nach rund zwei Wochen Chillen bereit, mir meinen ersten „richtigen“ Job zu angeln. Als Schülerin habe ich viel Nachhilfe gegeben, und obwohl es mir gefallen hat, musste nach dem Schulabschluss erstmal Abstand zu Schule und allem, was dazu gehört, her. Außerdem wollte ich so wie wohl alle 18-Jährigen erst mal was Neues ausprobieren…als wären die Volljährigkeit und der Schulabschluss nicht neu genug…nun gut

Es gibt so viele Jobs, die man nach dem Abi machen kann, und um euch dieses breite Spektrum akkurat vorzustellen, habe ich mir einen real-life Abiturienten und vier real-life Studierende ins Boot geholt und ein wenig mit Fragen gelöchert.

Nach dem Abi direkt Geld verdienen oder erstmal chillen?

Simone (23, Jurastudentin) wollte nicht sofort arbeiten, sondern eine Auszeit und reisen. „Wenn nicht nach dem Abi, wann dann?“ Deswegen ging es für sie nach dem Abi 8 Monate nach Australien.

Josefine (23, Jurastudentin) hat nach dem Abi überhaupt nicht ans Geldverdienen gedacht, weil ihre Eltern sie finanziell unterstützten. Mithilfe des Buches „Klarheit“ brachte ich im wahrsten Sinne des Wortes Klarheit in meine Zukunftspläne und bewarb mich für ein Auslandsjahr als Au-Pair“. Als Au-Pair konnte sie arbeiten UND chillen. Wie viel man als Au-Pair verdient, hängt von der Einzelsituation ab. Man darf nicht vergessen, dass man als Au-Pair quasi Teil des Haushalts wird, für den man arbeitet, und sich in der Regel keine Gedanken über Miete und Lebensmittel machen muss. Im Schnitt kann man zwischen 200 und 600 € monatlich verdienen. Josefine betont aber, dass es wohl den Wenigsten beim Auslandsjahr ums Geldverdienen, sondern eher um die Erfahrung geht.

Marlene (22, Afrikanistikstudentin) wusste nicht direkt, was sie studieren will und entschied sich darum für ein „gap year" als Flugbegleiterin bei Eurowings. Nach einer intensiven rund sechswöchigen Ausbildung war sie schon einsatzbereit. Marlene ging es bei dem „gap year“ auch nicht ums Geld, sondern vielmehr darum, sich zu beschäftigen, während sie überlegte, was sie studieren soll.

Tim (21, bald Student) wollte schon immer nach der Schulzeit auf Reisen gehen. Er wusste ohnehin noch nicht, was er mal beruflich machen will. Doch zunächst musste er dafür etwas Geld zusammenkratzen und arbeitete deswegen einige Monate als Lagerhelfer bei einem Autoersatzteil Lieferant.

Leah (21, Germanistikstudentin) hat bereits während des Abiturs Geld verdient. Deswegen war es ihr erstmal nicht so wichtig, Geld zu verdienen, vor allem, weil sie immer noch zu Hause gewohnt hat.

Nach 2 Wochen intensivem Chillen, war meine erste Idee, einen Ferienjob als Dialogerin auszuüben. Auf der Straße FußgängerInnen anzuquatschen und für Organisationen wie Amnesty International und deren Projekte zu begeistern, klang aufregend.