Laura trainiert 25 Stunden pro Woche. Was für den ‚NichtschwimmerInnen‘ nach einer Odyssee klingt, ist für Laura ganz normal. Mit Halle verbindet sie in erster Linie das Element Wasser. Schon als Kind war sie sehr sportlich. „Schwimmen ist ein fester Bestandteil in meinem Leben und aus dem Tagesablauf nicht mehr wegzudenken. Ich springe fast jeden Morgen um 7:30 Uhr ins kalte Wasser der Schwimmhalle und habe mich daran gewöhnt“, sagt Laura und lächelt.

„Halle ist grün“

Wer so viel schwimmt wie Laura, braucht einen Ausgleich. Den findet die Hallenserin in der Natur. „Ich wohne im Stadtteil Nietleben und liebe es dort, weil es in meiner Umgebung so viel Grün gibt. Ich bin in fünf Minuten mitten im Wald und entspanne mich dort beim Spazieren. Aus Halle wegzuziehen, kommt für mich nicht infrage. Meine Familie lebt hier – ein Umfeld, das mir Kraft gibt und mich auf meinem Weg sehr unterstützt“, sagt Laura.

„Die Uni bietet eine große Auswahl“

In Lauras Leben dreht sich nicht alles um Wasser. Sie studiert seit dem letzten Jahr Lehramt für Deutsch und Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. „Ich bin froh, dass ich für mein Studium nicht umziehen musste. In Halle werden viele Fachkombinationen angeboten und die Auswahl an Studienfächern ist groß.“ Dass sie erfolgreich schwimmt, ist an der Uni kein Thema. Viele ihrer KommilitonInnen wissen gar nichts davon. Darüber ist Laura sehr froh. Auf dem Campus unterhält sie sich über andere Dinge, die nichts mit Schwimmen zu tun haben.

Schwimmen

„Ich sehe Halle mit anderen Augen“

Inspiriert von ihren KommilitonInnen blickt Laura seit dem Studium anders auf ihre Heimatstadt. Vor der Zeit an der Uni hielt sie sich kaum in der Innenstadt auf. „Mittlerweile bin ich ganz gerne mal in den Cafés der Kleinen Ulrichstraße, wenn mein Trainingsplan das zulässt. Ich entdecke meine Heimatstadt mit einem neuen Blick.“

Über den Leistungssport in Halle lernt Laura unterschiedliche Menschen kennen. Sie kommt aber nicht nur innerhalb Deutschlands viel herum. Erst kürzlich flog sie für einen Wettkampf nach Japan. Besonders lustig ist es, wenn SportlerInnen aus anderen Ländern sie fragen, wo sie lebt. „Wenn ich erzähle, dass Halle meine Heimat ist, kennt das niemand und alle fragen: ,Wo liegt das denn?‘ Halle ist eben ein Geheimtipp. Es ist schön, dass die Stadt nicht so überlaufen ist. Genau das macht den Charme der Stadt für mich aus.“